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2012 – Das Jahr des Huchen

ÖKF Mitgliederversammlung 21. April 2012

Kroatien will schönste Donau-Au zerstören!

Petriheil bei der Fischweid

Räumschneeentsorgung

Rettet die Ybbs

Isel Petition - Nominierung als Natura 2000-Schutzgebiet

Innervillgraten - Großer Eingriff – kleiner Nutzen!

Hilferuf vom Untertalbach

Österreichs Fisch des Jahres - Der Huchen

Fluch oder Segen? Kriterienkatalog Wasserkraft

Partnerschaft Fish’n’Friends: Jahrestreffen 2012

Schwimmende Aliens

Freikarten für die Messe "Hohe Jagd"

Tag der Teichwirtschaft


 2012 – Das Jahr des Huchen

 

Er ist einer der größten Vertreten der Forellenartigen oder Salmoniden. Er steht an der Spitze der Nahrungspyramide in unseren Flüssen: DER HUCHEN

Doch der Platz ist eng geworden. Durch Regulierungen, Uferbefestigungen und  Wanderhindernisse durch Tausende von Kraftwerken schrumpften die Huchenbestände. Und so wurde einer der Größten auch einer der Seltensten.

Das ÖKF nominierte deshalb den Huchen gemeinsam mit dem Österr. Fischereiverband (ÖFV) und dem Bundesamt für Wasserwirtschaft als FISCH DES JAHRES 2012.

Eigentlich keine Auszeichnung, sondern ein Hilferuf! Nicht Schönster, Größter, und Bester, sondern Gefährdung, Bedrohung und Artenschutz sind ausschlaggebend für die Wahl zum Fisch des Jahres. Bewusstschein schaffen, darum geht es uns.

Grund genug also, dem Huchen auch in der Öffentlichkeit für ein ganzes Jahr lang besondere Aufmerksamkeit zu widmen:

Das sagt der Fotograf Herbert Frei zur Entstehung dieses Fotos:

„Der Huchen wurde in der Traun fotografiert. Es war ein Gigant. Der Taucher ist mit Flossen über 2 m groß. Daran können Sie erkennen, was das für ein Kerl war. Ich habe ihn ein Jahr später nochmals gefunden und habe ihn dann unvoreingenommen auf ca. 1,6 m geschätzt. Angst hatte er nicht vor mir. Im Gegenteil. Er schaute in meine Maske, musterte mich. Wäre ich Beute gewesen, er hätte mich geholt. Ein unheimlicher Fisch. Man muss das mal selbst erlebt haben. Muskelbepackt, dynamisch und irrsinnig schnell. Er ist der wahre König in der Traun.“

 

FOLDER „DER HUCHEN – Fisch des Jahres 2012“

Der 10seitige Folder soll interessierten Anglern die vielfältigen Facetten des Huchen in der Kunst, in der Kultur, in der Literatur, in der Kulinarik aufzeigen und auch selbstverständlich über die Biologie und die Lebensweise informieren. Nicht zu vergessen sind auch die Schutz- und Erhaltungsmaßnahmen im Rahmen der EU-LIFE-Projekte im Donauraum bzw. an der Mur, ebenso wie auch die Patenschaft für einen Huchen im Tiergarten Schönbrunn seit 2008.

 

Überzeugen Sie sich selbst: Hier können Sie sich den Folder als .pdf Datei downloaden. Gerne stellen wir Ihnen weitere Exemplare kostenfrei zur Verfügung: sonja.behr@oekf.at

Auch der Österreichische Fischereiverband hat einen Folder zum Huchen – Fisch des Jahres 2012 entworfen. Hier können Sie sich ihn ansehen.

 

PRESSEKONFERENZ FISCH DES JAHRES 2012 im Landesmuseum NÖ, St. Pölten

Medienwirksame Aktivitäten sollen durch ihren Symbolcharakter stellvertretend für die Maßnahmen stehen, die 2012 „hinter den Kulissen“ zum Schutz des Huchen durchgeführt werden.

Im Landesmuseum NÖ in St. Pölten stellen wir am 3. Mai 2012 um 11 Uhr daher den Huchen als Fisch des Jahres im Rahmen einer Pressekonferenz mit einem

Huchenbesatz im Kaltwasseraquarium und einer

Sonderschau des Landesmuseum NÖ „Objekt des Monats Mai: Huchen“ vor.

Donauwein und Donauhuchen – eine interessante Kombination. Josef Fischer, bestens bekannt als „Huchenpepi“,  präsentiert die Sonderedition Riesling bzw. Veltliner zum „Fisch des Jahres 2012“ unseres Partnerclubs „Fish’n’Friends“. Das Etikett ist geprägt von einer Abbildung des wunderschönen Huchenholzschnitts des Künstlers Mag. Wolfgang Tambour

 

Hier finden Sie das Programm. Interessierte ersuchen wir so schnell wie möglich um Anmeldung an sonja.behr@oekf.at, da das Platzkontingent sehr begrenzt ist.

 

VORTRAGSVERANSTALTUNG IM TIERGARTEN SCHÖNBRUNN

Gemeinsam mit dem Tiergarten Schönbrunn organisieren wir eine Vortragsveranstaltung zum Huchen – Fisch des Jahres 2012 im Vortragssaal des Elefantenhauses am 9. Mai 2012 von 10 – 12 Uhr

Bereits 2008 hat sich die Partnerschaft „Fish’n’Friends“ gemeinsam mit dem ÖKF entschlossen eine Fischpatenschaft für den Huchen zu übernehmen. Was bietet sich  –  in diesem besonderen Jahr des Huchens – besser an, als die Patenschaft mit einer finanziellen Spende für den Ankauf mehrerer Junghuchen noch mehr zu unterstützen!  

Diese Aktion wird umrahmt von interessanten Vorträgen von Prof. Dr. Mathias Jungwirth, Dr. Erhard Kraus, und Prof. Dr. Stefan Schmutz über Lebensweise, Verbreitung und Gefährdung aber auch bahnbrechende Maßnahmen zum Schutz des Huchen mit Unterstützung der Fischerei. Die erfolgreichen Bemühungen um die Weiterexistenz des Huchen ermöglichen regional sogar wieder eine verantwortungsbewusste Fischerei auf diesen Raubfisch.  

Über das Leid des Huchen in der Mur erfahren von Prof. Dr. Steven Weiss in einem Zwiegespräch mit DI Markus Ehrenpaar vom Naturschutzbund Stmk. Dort ist der unersetzliche Lebensraum des Huchen durch Kraftwerksbauten in extremer Gefahr. Laichplätze direkt in der Stadt Graz beweisen jedoch das natürliche Vorkommen und die natürliche Reproduktion, die von den Kraftwerksbetreibern vielerorts bezweifelt wird. 

Ein sensationeller Film über „Laichende Huchen in der Pielach“ von Helga und Gerhard Pock wird Sie faszinieren.

Melden Sie sich an: sonja.behr@oekf.at

Gegen Vorlage dieser Einladung können Sie bei der Hauptkassa in Hietzing in den Tiergarten.

 

Huchensensation an der Ybbs!

Im Rahmen eines Monitorings wird aktuell die Funktionsfähigkeit der neu errichteten Fischwanderhilfe beim Restwasserkraftwerk Greinsfurth an der Ybbs überprüft. Dazu wurde vom Büro IBGF Mitterlehner im Bereich des oberen Endes des Fischaufstieges, der eine Höhe von 8,7 m überwindet, eine Reuse installiert. Den Aufstieg passierende Fische werden dabei zur Funktionskontrolle gefangen und nach dem Vermessen unmittelbar wieder rückversetzt.

Am Sonntag, den 25.März, war die Überraschung perfekt. Gleich zwei Huchen, noch dazu Kapitale mit 1m und 1,2m sind aufgestiegen und befanden sich in der Reuse. Damit gelang der erste Nachweis eines erfolgreichen Durchstieges adulter Huchen in technischen Fischaufstiegshilfen in Österreich! Wenige Tage später am 29. März ist ein weiteres Exemplar mit 89cm und 6 Kilo erfolgreich aufgestiegen. 

Der Huchen wurde von den österreichischen Fischereiorganisationen (ÖKF und ÖFV) zum Fisch des Jahres 2012 ernannt. Durch zahlreiche Bemühungen seitens der Fischerei und Verbesserungen am und im Gewässer hat sich wieder ein Huchenbestand in der Ybbs entwickelt. Der aktuelle Nachweis der Huchen bestätigt die Ybbs als wertvollen Lebensraum für diese Fische und die Notwendigkeit entsprechend dimensionierter Fischwanderhilfen, um Barrieren auf der Suche nach Laichplätzen überwinden zu können.  

Huchen 1,01m, Mag. Christian Mitterlehner       Foto: Josef Dolezal

Den Stadtwerken Amstetten und ihrem Planerteam wurde mit der Errichtung der Fischwanderhilfe ein großer ökologischer Erfolg bestätigt. Durch Förderungen im Rahmen des EU-Life+Projektes, Bund und Land NÖ ,sowie die Bereitstellung von beträchtlichen Eigenmitteln der Stadtwerke Amstetten war es möglich, die Fischaufstiegshilfe entsprechend dem neuesten Stand der Technik "huchentauglich" zu dimensionieren.

 

Zwei Bücher zeugen von der Leidenschaft auf Huchen:

 

Der verzauberte Angler / Zweites Buch „Huchen und Äschen“

von Antun Mates

 

Dieses großartige Buch voller Erinnerungen von Antun Mates, einem leidenschaftlichen Fischer, Maler, Ringer, Designer, Politiker aus Kroatien nimmt den Leser mit auf eine Reise durch die Zeit: Althergebrachtes, Veränderungen und Fortschritt können eines nicht bremsen: die große Fischerleidenschaft des Vollblutanglers und Fliegenfischers. Antun Mates möchte seine Liebe zum Wasser und zum Fisch mit dem Leser teilen und lässt ihn so an seinen Erlebnissen teilhaben. Lassen Sie sich verzaubern von den Notizen, Erlebnissen und Fängen eines Angelenthusiasten. Die Krönung dürfte die subtile Schilderung sein, wie Mates eine kapitale Äsche fast unendlich lang wie eine schöne Frau „umwarb“. Die „Königshuchen aus der Drau“ weckten bei Mates zu Recht Ehrfurcht, sodass er ihnen ein Kapitel in seinem Buch widmete.

Dieses Werk – eigentlich in kroatischer Sprache – eine Rarität in Deutsch in limitierter Auflage von 260 Exemplaren erhalten Sie im ÖKF um € 60.

  

Faszination Huchen
Vorkommen – Fang – Anekdoten

von Wolfgang Hauer

im Stocker Verlag

 

Huchen – Fisch des Jahres 2012. Grund genug, dieses im Jahr 2004 von Wolfgang Hauer herausgebrachte Buch, das bis dato nichts an Aktualität verloren hat, in Erinnerung zu rufen.

In kurzen und prägnanten Abschnitten, unterstützt von vielen Bildern, lässt er den Leser an seinem Erfahrungsschatz teilhaben. Nach einem informativen fischereibiologischen Teil über Vorkommen in Europa, Hinweisen zu Aufzucht und Besatz, Alter und Wachstum etc. folgt der fischereiliche Teil. Hier erfährt man Essentielles über das Verhalten des Huchen, seine möglichen Standplätze, die wahrscheinlichsten Fangzeiten und Betrachtungen zum richtigen „Huchenwetter“. Im gerätetechnischen Teil werden nicht nur Tipps und Tricks zur Köderwahl und Gerätezusammenstellung, zum Verhalten bei Anhieb, Drill und Landung gegeben, sondern auch Überlegungen zu Anbietetechniken und Köderführung gestellt. Nach einem Exkurs zum Thema „Fliegenfischen auf Huchen“ folgen einige amüsante und lehrreiche „Huchengeschichten“. Im ÖKF erhältlich um € 24,90

 

12. April 2012


ACHTUNG LOKALWECHSEL ..... ACHTUNG LOKALWECHSEL ..... ACHTUNG LOKALWECHSEL ..... ACHTUNG LOKALWECHSEL ..... ACHTUNG LOKALWECHSEL

 

Samstag, 21. April 2012

19. ÖKF MITGLIEDERVERSAMMLUNG

Ab ca 11 Uhr hat das ÖKF folgendes Programm für Sie vorbereitet:

Nach dem alljährlichen Tätigkeits- und Finanzbericht gibt es ausreichend Zeit, über die aktuellen Probleme der Fischerei, aber auch einzelner betroffener Vereine zu diskutieren und Erfahrungen auszutauschen.

Nach der Mittagspause ist das Thema Fischfresser vorgesehen:

Fisch- kontra Vogelschutz
Wie geht's weiter mit den Kormoranverordnungen?
Den aktuellen Stand und die Aussichten erfahren Sie von Dr. Franz Kohl / Helmut Belanyecz / Franz Hochecker

Danach wird über den Fischotter berichtet, und schließlich gibt's einen aufsehenerregenden Film über die Schäden der Wasserkraft zu sehen - dieser wurde direkt in einem Ökostrom-Kraftwerk gedreht und zeigt erschütternde Bilder, was mit den Fischen wirklich geschieht ...


Denken Sie daran: Zusammenhalt stärkt unsere Interessen! Denn Ihre Anliegen, Erfahrungen und Wünsche sind die Grundlagen unserer Arbeit!

 

ACHTUNG LOKALWECHSEL:

Hotel Wiental

3021 Pressbaum, Hauptstrasse 74f
02233/52785, www.wiental.com

bei der A1-Abfahrt Pressbaum
 

Wir freuen uns auch auf Ihr Kommen!

30. März 2012


JETZT Petition unterschreiben!

Kroatien will schönste Donau-Au zerstören!

Die wertvollste Au entlang der gesamten Donau - das "Kopački Rit" in Kroatien - soll zerstört werden! 50.000 Hektar einzigartige Flusslandschaft am "Amazonas Europas" trocknen aus, wenn dort die Donau reguliert und in einen toten Schifffahrtskanal verwandelt wird. Die Regulierungen sind ein Skandal: Sie widersprechen sowohl EU-Recht als auch internationalen Umweltstandards. Unzähligen gefährdeten Arten, wie dem Seeadler, Schwarzstorch und dem extrem seltenen Donaustör droht das Aus.

Rettet mit uns die intakte Flusslandschaft und unterschreibt die Petition an Kroatiens Umweltministerin Mirela Holy auf http://www.amazon-of-europe.com/petition-de . Sie kann das Projekt noch stoppen.

Bitte helft mit! GANZ WICHTIG: Leitet diese Nachricht auch an euer Netzwerk weiter und postet den Link zur Petition www.amazon-of-europe.com/petition-de auf euren Facebookseiten. Je mehr Menschen protestieren, umso mehr Chancen haben wir, die Au zu retten!

Deutschsprachige Informationen zum Projekt findest du auf www.wwf.at/mur-drau-donau-petition

Vielen Dank!

Englische Infos zum Hintergrund des Projekts sind auf www.amazon-of-europe.com/petition-de zu finden.

 

16. März 2012


Petriheil bei der Fischweid

 

Vom 23. bis 25. März 2012 findet am Messegelände Klagenfurt erstmals das neue Messebündel

„WEIDWERK & FISCHWEID“ und „PASSION PFERD“
 

statt.

Das Angebot für den Petrijünger kann sich sehen lassen: Neben Angelgeräten & Fischereibekleidung erwarten den Fischer auch Fischfuttermittel, Fischereiliteratur und Infos zur richtigen Fischzucht. Zu den Programmhighlights zählt neben dem Fly-Fishing Pool auch  die Sonderschau „Universum der Fische“ .

 

Natürlich darf die „Kärntner Fischereivereinigung“ auf der WEIDWERK&FISCHWEID nicht fehlen. Sie lädt nicht nur zum gemütlichen Treffpunkt für alle Fischerinnen und Fischer ein, sondern bietet auch zahlreiche interessante Aktivitäten an, wie beispielsweise Preisfischen, Fliegenbinde-Kurse oder ein kulinarisches Eck mit Markus Tomasin.

 

Weitere Informationen zur „WEIDWERK & FISCHWEID“ und „PASSION PFERD“ finden Sie unter: www.kaerntnermessen.at

14. März 2012


Aufstand der Fischer

Räumschneeentsorgung in unsere Gewässer

In diesem Winter sind Schneepflüge im Dauereinsatz. Aber wohin mit dem vielen Schnee? So wird der geräumte Schnee teilweise in den Fließgewässern entsorgt.

Bilder von der Schneeeinbringung in die Tiroler Ache zeigen:

Der Schnee ist augenscheinlich mit Straßenkehricht und Streusplitt verunreinigt. Schwarz wie Russ, kontaminiert mit Gummi- und Bremsbelagsabrieb, Öl- und Treibstoffresten oder Rot vom Streusalz kommt der Schnee in die Flüsse.

Doch selbst wenn der Schnee ganz frisch und rein in Gewässer käme, würde dies Schäden verursachen:

Oft genug wird Räumschnee einfach über die Böschung in den nächsten Bach gekippt. Große Schneemengen bilden dann einen Damm, sodass der Bach stromab dieses Schneehaufens ziemlich austrocknet. Was das für die Fische bedeutet, brauchen wir hier wohl nicht zu erläutern. Fehlt aber die schützende Wasserschicht, so erfrieren auch alle anderen Lebensformen wie Eintagsfliegenlarven und Kleinkrebse vom Bachflohkrebs bis zum Flusskrebs. Durch den abdriftenden und eisig kalten Schnee erleiden vor allem auch Laichplätze massiven Schaden, Forelleneier und Forellenbrütlinge erfrieren.  

Helmut Belanyecz

15. Februar 2012


Rettet die Ybbs

Der Verein „Rettet die Ybbs-Äsche beschäftigt sich seit mehr als 10 Jahren mit der Ybbs als Lebensraum für Tiere, Pflanzen und Menschen und ist in vielfacher Weise um ökologische Verbesserung an diesem größten niederösterreichischen Voralpenfluss bemüht.

Im gesamten Verlauf der Ybbs gibt es kaum längere, von Kraftwerken unbeeinflusste Abschnitte. Der Unterlauf der Ybbs zwischen Amstetten und Kemmelbach ist einzigartige in ganz Niederösterreich. Eine Strecke von über 15 km ohne Kraftwerksnutzung, dies gilt es zu schützen und für künftige Generationen zu bewahren.

Dieser verbliebene Abschnitt am Ybbs-Unterlauf ist aktuell durch weitere Kraftwerksplanungen akut gefährdet.

Unterstützung der Bevölkerung im Unteren Ybbstal :

     Mehr als 10.000 Unterschriften wurden gesammelt

     Jahr für Jahr gehen dutzende Schwimmer Anfang Jänner im Rahmen des Drei-Königs-Schwimmens für den Erhalt von Fließstrecken in die eiskalte Ybbs

     Die Bürgerinitiative pro ybbs hat mit fachlicher Unterstützung des ÖKF-Mitgliedsvereins „Rettet die Ybbsäsche“ ein optisch attraktives und fachlich fundiertes Konzept für Renaturierungen entworfen – dieses wurde von international tätigen Unternehmen, Gemeinden etc. unterstützt.

     14 der insgesamt 23 Gemeinden im Ybbstal haben durch ihre Unterschrift der Petition auch für die Erhaltung von freien Fließstrecken Stellung bezogen.

Der Verein „Rettet die Ybbsäsche“ wird alle zur Verfügung stehenden Mittel ausnützen. Dieses Projekt darf  bei umfassender und korrekter Anwendung der geltenden Rechtsnormen nicht genehmigt werden und entspricht nicht der korrekten Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie.

Unterstützen auch Sie die Petition auf www.proybbs.at !

Das von der EVN geplante Kraftwerk würde weniger als 0,09 % des NÖ Stromsbedarfs bringen. Das steht in keiner Relation zur Naturzerstörung.

Verein „Rettet die Ybbsäsche“
aus dem Schreiben vom 21.11.2011 zusammengefasst von Sonja Behr
 

8. Februar 2012


Isel Petition

Nominierung als Natura 2000-Schutzgebiet

Die Isel ist der letzte Gletscherfluss der gesamten Alpen, der ohne Stau, Ausleitung oder größeren Schwall durch Kraftwerke noch frei fließt. Ihre wichtigsten Nebenflüsse sind der Tauernbach, Kalserbach und die Schwarzach.

Prägraten kämpft für die Isel

Schon der Name zeugt von der Kraft des Wassers. Keltisch „Ys“ bedeutet schnell, reißend oder hoch und tief. Die Isel ist nicht nur der letzte intakte Gletscherfluss, sonder auch Tirols einziger Nationalparkfluss, der die Verbindung zwischen dem Natura 2000-Bereich des Nationalparks Hohe Tauern und dem Natura 2000-Gebiet der Oberen Drau.

Schützenswert und Natura 2000-würdig

so wäre dies auch für Isel. Doch die Forderung nach einem Schutzgebiet wurde bis heute nicht erhört. So unterstützt das ÖKF eine Petition mit dem WWF für einen sofortigen Stopp aller Kraftwerksplanungen an der Isel und Ihren Zubringern.

 

Nein zum Ausbau der Wasserkraft an der Isel

Ja zum Schutz des letzten intakten Gletscherflusses Österreichs

 

Folgen des geplanten Kraftwerks Virgental:

     Verringerung der Geschiebeführung

     Massive Verschlechterung der ökologischen Qualität (im Widerspruch zur Wasserrahmenrichtlinie)

     Verarmung besonders wertvoller Flusslebensräume

     Gefährdung bedrohter Pflanzen- und Tierarten

     Überflutung des Talbodens bei Störden und Verlust der idyllischen Wanderwege

 

Unterstützen auch Sie den Schutz und Erhalt der Isel:

http://kraftwerk-virgental.at/Unterstuetzung/

 

8. Februar 2012


Stopp der Kleinkraftwerkshysterie in Innervillgraten

Großer Eingriff – kleiner Nutzen!

Die Gemeinde Innervillgraten beabsichtigt den Bau zweier Kleinwasserkraftwerke am Kalkstein- und Stallerbach.

Das Osttiroler Villgratental und die Villgrater Berge liegen im Hochpustertal südlich des Alpenhauptkammes, umrahmt von den Lienzer und Südtiroler Dolomiten, den Karnischen Alpen und den Defregger Alpen. Dieses Tal mit seiner bergbäuerlichen Kulturlandschaft soll nun mit zwei Kleinstkraftwerken massiv geschädigt werden.

Für beide geplanten Anlagen liegen seit Februar 2011 sowohl die wasser-, forst- und starkstromrechtliche Bewilligung als auch ein positiver naturschutzrechtlicher Bescheid der zuständigen Abteilungen des Amtes der Tiroler Landesregierung vor.

Im Zuge des Beschwerdeverfahrens gegen die wasserrechtliche Genehmigung wurde ein Gutachten über die „Energiewirtschaftliche Bewertung der Wasserkraftprojekte Stallerbach und Kalksteinbach“ in Auftrag gegeben. Dieses Gutachten besagt, dass weder nach dem Tiroler noch nach dem bundesweiten Kriterienkatalog Wasserkraft ein überwiegend öffentliches Interesse begründet ist. Die Anlagen können zudem keinen energiewirtschaftlich relevanten Beitrag zur Verbesserung der Versorgungssicherheit leisten, da ein ganzjähriger Betrieb auf Grund der Niedrigwasserphasen von Dezember bis April nicht möglich wäre.

Kleinstwasserkraft: Großer Eingriff – kleiner Nutzen! Seitens der Wasserkraft wird vielerorts suggeriert „Small is beautiful!“ und ökologisch unbedenklich. Kleinkraftwerke leisten nur einen marginalen Anteil zur Deckung des Gesamtenergiebedarfs bei maximaler Schädigung der Flüsse fast hinauf bis zu den Quellen.

 

Warum also das Ganze?

Das Villgratental stellt einen Modellfall für die öfters geübte regionalpolitische Strategie dar, Gemeindebudgets durch Kraftwerksbau vermeintlich sanieren zu können.

SB 

8. Februar 2012


Tirol

Nein zum Ausbau des Kraftwerks Kaunertal

Ja zum Schutz der Venter und Gurgler Ache und zur Bewahrung des Platzertales

 

Das ÖKF setzt sich nebem dem WWF, Naturfreunde, Naturschutzbund, Österreichischer Fischereiverband, kajak.at und dem "Forum Wissenschaft & Umwelt“ für die bedeutenden Fliessgewässer, v.a. die Quellbäche der Ötztaler Ache, ein.

 

Überzogenes Ausbauziel in Tirol

Häufig wird in der Öffentlichkeit der Eindruck erzeugt, dass der weitere, massive Ausbau der Wasserkraft notwendig wäre, um die Stromversorgung für Haushalte, Gewerbe und Industrie sicherzustellen. Ein Blick auf die realen Zahlen zeigt allerdings, dass Tirol bereits jetzt deutlich mehr Strom erzeugt, als im Bundesland verbraucht wird (Energieberichte Tirol 2008, 2009). Sollte das geplante Ausbauziel vom 2.800 Gigawattstunden umgesetzt werden, dann würde die in Tirol produzierte Stromausbeute rund doppelt so hoch sein als die tatsächlich benötigte.

 

Kraftwerk Kaunertal – ein naturzerstörendes Megaprojekt

Der bestehende Pegatschspeicher soll durch Ableitung der Venter und Gurgler Ache aus dem Ötztal, des Königsbaches sowie des Ferwallbaches (alle weisen lt. Nationalem Gewässerbewirtschaftungsplan den besten ökologischen Zustand auf) eine größere Wassermenge erhalten.

 

Gravierende Ökologische Gründe gegen den Ausbau des Kraftwerks:

   Aufstau und Ableitung von zwei in ökologisch hochwertigem Zustand befindlichen Gebirgsflüssen

   Geplanten Tunnelsysteme zur Ausleitung sind mit dem Schutzzweck der Natura 200 Gebiete „Ötzaler Alpen“ und Flächen des Naturparks „Ötztal“ nicht vereinbar

   Platzertal als bislang unverbautes Hochtal ist eine Rückzugszone für typische alpine Arten

   Das Platzertal mit seinen mäandrierenden Gewässerabschnitten und Moorlandschaft weist eine besondere Vielfalt geschützter Lebensräume nach der EU-Fauna-Flora-Habitatrichtlinie auf.

 

Gemeinsam fordern wir von den Verantwortlichen in der Bundes- und Landesregierung und der Tiroler Wasserkraft AG:

1.    Stopp aller weiteren Planungen und Umsetzungsschritte für das Projekt "Ausbau Kraftwerk Kaunertal“ in seiner jetzigen Form

2.    Das Projektvorhaben soll einer grundsätzlichen Überarbeitung unterzogen werden, in welcher die letzten intakten Fließgewässer der Region nicht gestaut und abgeleitet werden müssen, Schutzgebiete nicht berührt werden und die ökologischen Werte der Region bewahrt werden können.

3.    Die Anstrengungen beim Ausbau von Energiespar- und Effizienzsteigerungsmaßnahmen deutlich zu verstärken.

 

Unterstützen auch Sie die Online-Petition auf:
http://www.lebenswertes-kaunertal.org/Online-Petition

Sonja Behr

8. Februar 2012


Höchste Zeit!

Hilferuf vom Untertalbach/Stmk.

Nachdem monatelang nichts weitergegangen ist mit der Entscheidung zum Untertalbach-Kraftwerk, hat sich in den letzen Wochen einiges bewegt. Zum Jahresende hat die Bezirksbehörde Gröbming die naturschutzrechtliche Entscheidung an die Landesbehörde FA13C Naturschutz abgeben müssen. Diese Abgabe ist nach einem Devolutionsantrag der Projektwerber erfolgt. (Die Projektwerber haben sich beschwert, dass die Bezirksbehörde zu lange braucht, so in etwa...). In der FA13C ist jetzt Dr. Gerolf Forster zuständig, genau der Dr. Forster, der 2010 das Naturdenkmal Untertalbach-Klamm halbiert hat...

 

Jetzt muss dringend gehandelt werden:

Es gibt ein neues Gutachten "Wasserkraftwerksprojekt Untertalbach - Bewertung nach Fließgewässerkriterienkatalog" (Auftraggeber: Steirische Umweltanwaltschaft 2010). Darin wird der gesamten Klamm (1500m) Hochwertigkeit bescheinigt und nicht nur dem oberen Teil (700m = Restnaturdenkmal)! Das Wasserkraft-Projekt ist damit aus naturschutzfachlicher Sicht nicht möglich.

Der aktuelle "Kriterienkatalog zur Ausweisung naturschutzfachlich hochwertiger Fließgewässer (-abschnitte) in der Steiermark" ist von der E-Wirtschaft Steiermark mit gestaltet und mitfinanziert! Der Untertalbach hat den (überzogenen) Anforderungen dieses Kriterienkatalogs locker standgehalten und im Gutachten höchste ökologische Wertigkeit erhalten!

Die steirische Naturschutzabteilung darf ihren eigenen Kriterienkatalog nicht ignorieren!

Es ist davon auszugehen, dass das Kraftwerk aus regionalwirtschaftlichen Gründen genehmigt wird - eine Farce bei diesem Minikraftwerk...

 

Noch ein paar Gedanken zum Thema Naturschutz:

    Im Naturschutzgesetz Steiermark heißt es ausdrücklich, wenn "besondere regionalwirtschaftliche Interessen jene des Landschaftsschutzes überwiegen, kann die Bewilligung ... erteilt werden.". Die regionalwirtschaftliche Bedeutung der Stromerzeugung durch Kleinwasserkraftwerke ist sehr gering - sicher nicht "besonders".

    Der Beitrag zum Stromverbrauch der Region Schladming ist verschwindend bzw. im Winterhalbjahr nur mit der Lupe zu finden...

    Allein für die 6 neuen Flutlichtmasten am Zielhang des Nachtslaloms in Schladming wären 10 Untertalbach-Kraftwerke notwendig!
Wenn man derart kleinen Projekten "regional-wirtschaftliche Bedeutung" zugesteht, was hätte dann keine regional-wirtschaftliche Bedeutung?

    Dauerarbeitsplätze gibt's bei Kleinwasserkraftwerken auch keine, nur ein paar Maschinen finden Beschäftigung.

    Nur von April bis August gibt es die projektierten 2,5m³/s Wasser für das Kraftwerk...

Wenn das Naturjuwel Untertalbach nicht gerettet wird, welcher Fluss wäre dann noch zum retten?

Retten WIR den Untertalbach - die Fachabteilung 13C Naturschutz der Landesregierung Steiermark kann oder will nicht...

Das Land Steiermark hat in 4 Jahren 98% aller Wasserkraftprojekte genehmigt... Nur eines von 55 Projekten - das KW Koppentraun - konnte dank einer großartigen Allianz mehrerer Naturschutzorganisationen zusammen mit Paddlern und Fischern abgewendet werden.

Helft mit, informiert eure Freunde, damit das Naturjuwel Untertalbach nicht Nummer 55 auf der Abschussliste dieser "Naturschutzabteilung" wird!

Bitte JETZT UNTERZEICHNEN !

Peter Feldhammer/kajak.at

8. Februar 2012


Österreichs Fisch des Jahres

Der Huchen

Wegen der aufgrund von Kraftwerksprojekten wieder aufgeflammten Existenzgefährdung hat das ÖKF den Huchen zum Fisch des Jahres nominiert. Diese Entscheidung erfolgte in Abstimmung mit dem Bundesamt für Wasserwirtschaft und dem Österreichischen Fischereiverband.


 © Andi Hartl

Der Huchen ist der größte Vertreter der Forellenartigen oder Salmoniden. Im Donauraum wurden früher Huchen mit über 50 kg gefangen, heute erreichen die größten Exemplare etwa 30kg. Die Grundvoraussetzung für die Riesen der Vergangenheit waren vor allem schier unermessliche Nasenschwärme.

 

Fischerei

Durch viele Jahrzehnte und Generationen von Angelfischern war und ist der Huchen eine besonders schöne Beute, für die man bereit sein muss, größere Strapazen in Kauf zu nehmen.

Die erfolgreichen Bemühungen um die Weiterexistenz des Huchens ermöglichen regional sogar wieder eine verantwortungsbewusste Fischerei auf diesen Raubfisch. Obwohl der Huchen im Sommer viel mehr jagt, ist der Winter die Hauptfangzeit. Da haben sich die Futterfische zurückgezogen, außerdem sind die Rogner (Weibchen) im Winter hungriger, weil sie die Laichprodukte aufbauen. Trotzdem kann man oft tagelang fischen und nichts tut sich. Sogar die „Experten“ unter den Huchenfischern sind eben doch auch vom Anglerglück abhängig.

 

Was ist unser Beweggrund zur Kür zum „Fisch des Jahres“?

Nicht Schönster, Größter und Bester -  sondern Gefährdung, Bedrohung und Artenschutz sind ausschlaggebend. Kein weiches Fell, kein schönes Federkleid, keine treu blickenden Augen - - aber ?!?! Verdienen Fische nicht denselben Schutz wie alle anderen Lebenwesen? Unser Ziel ist es, die Öffentlichkeit für Fische, deren massive Gefährdung sowie deren Bedeutung für das Ökosystem zu sensibilisieren.

 

Wie zeigen wir das auf?

Patenschaft Huchen in Schönbrunn

Bereits seit 2008 hat die Partnerschaft „Fish`n`Friends“ gemeinsam mit dem ÖKF zur Unterstützung des EU-LIFE Projektes „Lebensraum Huchen“ eine Fischpatenschaft für den Huchen übernommen. Gelegenheit boten im Tiergarten Schönbrunn drei neu angelegte Freilandaquarien, die im natürlichen Gefälle die Welt unter Wasser von der Forellenregion bis zur Brachsenregion zeigen.

Folder 

Ein kompakter, handlicher Folder mit viel Wissenswertem über den Huchen, Erhaltungsmaßnahmen, aber auch Historisches über den Königsfisch ist bereits in Vorbereitung. Gedichte bezeugen von der aufflammende Leidenschaft für den Huchenfang.

Sonderedition Rheinriesling „Huchen – Fisch des Jahres 2012“

Eine Weinedition der Partnerschaft Fish’n’Friends in Zusammenarbeit mit dem allseits bekannten Weinbauern und Huchenzüchter Josef Fischer, bestens bekannt als Huchenpepi ist geplant.

 

Wir Fischer wissen ja, worum es geht und dass viele unserer Fischarten massiv bedroht sind. Mit der Wahl zum Fisch des Jahres und den darauf basierenden Aktionen bemühen wir uns die Gefährdung des „Königs der Fische“ nahe zu bringen, seine Bedrohung zu zeigen und auf seine Bedeutung in einem funktionierenden Ökosystem hinzuweisen.

Weitere Ideen werden sicherlich folgen.

Sonja Behr

7. Februar 2012


Geheimnisvolle Welten in heimischen Gewässern

Das grüne Universum

Herbert Frei hat für diesen Bildband einzigartige Unterwasserfotos aus heimischen Gewässern zusammengetragen. Sie bieten Einblicke in eine geheimnisvolle und in weiten Teilen unbekannte Unterwasserwelt, in der sich eine faszinierende Fauna und Flora verbirgt.

Kurze, leicht verständliche Texte in Zusammenarbeit mit Biologieprofessor Franz Brümmer beleuchten die Hintergründe des „Grünen Universums“ und nehmen den Leser mit auf eine besondere Reise.

Einmalige Bilder von Herbert Frei, dem ÖKF bestens durch die langjährige Zusammenarbeit bekannt, finden Sie hier in unserer „Welt der Fische“ bzw. immer wieder in „Fisch und Gewässer“.


© Herbert Frei

Majestätisch gleitet der König der Fische „der Huchen“ durch das Wasser, leider immer wieder gehemmt durch Staumauern, Aufstiegshindernisse bzw. nicht ausreichend funktionierende Fischaufstiegshilfen.

 

Dieser Bildband vereint Fotokunst mit biologischem Wissen und wichtigen Informationen zum Thema Natur- und Artenschutz und ist auf Anfrage unter office@oekf.at erhältlich! Tauchen Sie ein und lassen Sie sich faszinieren.

SB

7. Februar 2012


Fluch oder Segen?

Kriterienkatalog Wasserkraft

 

E-Wirtschaft: Hofft auf raschere Abwicklung der Kraftwerksbauverfahren!

ÖKF: Hofft auf keine Lizenz zur Naturzerstörung!
 

 

„Ziel des Kriterienkatalogs Wasserkraft ist es, ein effizienteres und einheitliches System für die Genehmigung von Wasserkraftwerken zu schaffen, das sowohl Umwelt- als auch Wirtschaftaspekte entsprechend berücksichtigt“, so präsentierte Umweltminister Berlakovich Anfang Februar den neuen „Kriterienkatalog Wasserkraft".

Anhand einiger Kriterien sollen Gewässerökologie und energiewirtschaftlicher Nutzen festgestellt werden. So werden etwa Natürlichkeit, Seltenheit und ökologische Schlüsselfunktion des Gewässers erfasst. Bei der Energiewirtschaft zählen Versorgungssicherheit, technische Effizienz und Klimaschutz.

Dieser Katalog wurde in enger Kooperation zwischen Lebensministerium, Kraftwerksbetreibern und Umweltschutzorganisationen erarbeitet. Für das ÖKF waren viele Arbeitgruppensitzungen im Rahmen der „Runden Tische“ im Lebensministerium, Stellungnahmen und Eingaben notwendig, um für den Gewässerschutz das Allernotwendigste gegen die Wasserkraft-Lobby herausholen zu können.

 

Fehlende Rechtsverbindlichkeit

Der Katalog ist zwar eine Chance für eine einheitliche Beurteilung künftiger Projekte, die Auslegung obliegt jedoch bei den jeweiligen Wasserrechtsbehörden. Davon hängt es nun ab, ob sich der Katalog letztendlich als „Fluch oder Segen“ erweisen wird.

 

Keine No-Go-Areas

Trotz der Forderung vieler NGOs sind im Kriterienkatalog Wasserkraft keine sogenannten „No-Go-Areas“ definiert, wo keinerlei Kraftwerkprojekte gebaut werden dürfen.  Der Katalog weist jedoch ökologisch sehr sensible, sensible und weniger sensible Gewässerstrecken mit umfangreichem Kartenmaterial aus. Vielleicht auch etwas Positives daran:  Gibt es keine „No-Go-Areas“ so kann es auch keine „Go-Areas“ geben und jeder Antrag ist dementsprechend genau zu prüfen. Eigentlich sollte klar sein, dass Schutzgebiete und sonstige Zonen unantastbar sein müssen.

„Der Wasserkatalog zielt im Sinne aller darauf ab, Verfahren effizient durchzuführen, ohne dass die Umwelt darunter leidet!“, so Umweltminister Berlakovich. Die Anwendung dieses Erlasses ist jedoch Auslegungssache und erst die Praxis wird weisen, ob er auch Gewinn für den Umwelt- und Gewässerschutz sein wird.

Sonja Behr

7. Februar 2012


Angeln – die Kraft des Guten für die Gesellschaft

Der zuständige Minister für Fischerei in GB bezeichnete bei seiner Eröffnungsrede der Jahreskonferenz des Instituts für Fischereimanagement „Angeln - als die Kraft des Guten für die Gesellschaft“.

    Angler sind die „Augen“ und „Ohren“ an unseren Gewässern und so eine treibende Kraft für den Umwelt- und Gewässerschutz

   Angeln verbessert die Lebensqualität, in England gibt es Projekte wie „Werde süchtig nach Fischen“

   Angler sind verbunden mit der Natur, jungen Menschen wird das Naturerlebnis nahegebracht und so soziales und umweltbewusstes Verhalten gefördert

   Angler fordern und arbeiten beim Gewässerschutz aktiv mit, indem sie für Fischaufstiegshilfen und Fischartenschutz kämpfen 

All dies ist auch für Österreich und die weite Welt der Angelfischerei gültig. Diese Grundsätze mit Öffentlichkeitsarbeit zu untermauern und die Jugend ans Wasser zu bringen, waren die Beweggründe zur Gründung der Partnerschaft Fish’n’Friends, die das ÖKF in seiner Arbeit finanziell unterstützt.

 SB

7. Februar 2012


Partnerschaft Fish’n’Friends

Jahrestreffen 2012

„Fish´n´Friends“ hat das Ziel, der Angelfischerei durch Öffentlichkeitsarbeit einen höheren Stellenwert in der Gesellschaft zu verhelfen sowie durch Jugendförderung, Jungangler für die Natur, die Gewässer und Fische zu begeistern und unterstützt damit die Arbeit des ÖKF.

Frei nach John F. Kennedy: „Ask not what we and all the others can do for you – ask what you can do for sustainable fishing!“ Was können wir alle tun, damit wir morgen auch noch unserer Leidenschaft der Angelfischerei nachgehen können?

Gemeinsam können wir auf jeden Fall mehr bewegen:  Dafür gibt es Fish’n’Friends!

Den Jahresbeginn nehmen wir immer zum Anlass, uns Zeit für einen Rückblick, Zeit für einen Ausblick und Zeit um Herausforderungen gemeinsam zu bestehen, zu nehmen.

Nach einer Weinverkostung und einem köstlichen Abendessen wurden Projekte zur

    Öffentlichkeitsarbeit (Fisch des Jahres, ÖKF FORUM etc.),

    Vertretung der Angelfischerei in internationalen Gremien (Europäische Anglerallianz, Internationale Kommission zum Schutz der Donau) und

    Jugendförderung

 diskutiert und so auch im kommenden Jahr gefördert. Nur durch die finanzielle Unterstützung unseres Partnerclubs „Fish´n´Friends“  sind viele ÖKF-Vorhaben realisierbar.

Sonja Behr

7. Februar 2012


 
Sustainable Management of Cormorant Populations
EU-Projekt „CorMan“

Nach der Resolution des EU-Parlaments 2008 für einen gesamteuropäischen Kormoran-Management-Plan zeigte sich die EU-Kommission an einer Umsetzung nicht interessiert. Im Endeffekt musste sie aber handeln, und so blieb ihr nichts anderes übrig als zumindest eine EU-Arbeitsgruppe mit dem hoffnungsvollen Titel „Sustainable Management of Cormorant Populations“ ins Leben zu rufen. Objektiv gesehen ist schon der Name eine Sensation und wurde auch gleich zu Beginn von den Vogelschützern massiv bekämpft.

Die Europäische Anglerallianz ist in dieser Arbeitsgruppe im Stakeholder-Forum präsent und wird von Dr. Franz Kohl (ÖKF) vertreten.

Die Aufgaben und Ziele sind:

C       EU-weite Website mit Daten und Fakten mit der Möglichkeit zur Diskussion

C       Europaweite Kormoranzählungen der Brutplätze

Die Zählungen der Brutplätze sind für die kommende Saison vorgesehen, die Website ist bereits online auf http://ec.europa.eu/environment/nature/cormorants/home_en.htm

Erstmals wird die Kormoranproblematik in der EU so ernst genommen, dass ihr eine offizielle Website gewidmet wird. Der jetzige Inhalt stellt aber nur einen ersten Schritt dar, der im Moment nur recht allgemeine Punkte behandelt.

Schauen Sie sich die Website an! Wenn etwas aus Sicht der Angelfischerei nicht akzeptabel ist oder wichtige Inhalte fehlen, so bitten wir Sie um Ihre Rückmeldung – wir werden uns der Sache annehmen.

Schauen Sie sich bitte auch die FAQs (Frequently Asked Questions) an. Wenn eine Frage nicht behandelt wird – wir leiten Ihre Frage weiter und sorgen dafür, dass Sie eine Antwort bekommen.  

Mit dem im Deutschen Bundestag mit großer Mehrheit angenommenen Antrag auf ein europäisches Kormoranmanagement zeigt sich ein Lichtstreif am weiten Horizont, der hoffentlich über ganz Europa übergreift. Frankreich ersuchte ebenfalls die EU-Kommission angesichts der hohen Kormoranschäden einen Bewirtschaftungsplan vorzulegen (Rat der EU-3103. Tagung des Rates Umwelt)

7. Februar 2012


Sie erobern unsere Gewässer

Schwimmende Aliens

Damit sind nicht die grünen Männchen aus dem Weltall gemeint – mit Aliens werden gebietsfremde Tiere und Pflanzen bezeichnet, die sich bei uns ausbreiten. Viele verursachen Schäden, zum Beispiel Unkräuter. Oder sie sind Pflanzenschädlinge, denken wir nur an die Reblaus im 19. Jahrhundert, an den Kartoffelkäfer Mitte des 20. Jahrhunderts, oder jetzt an die Kastanien-Minier-Motte. Alle diese Schädlinge wurden und werden immer noch durch den Menschen verschleppt, in der durch den Menschen krass veränderten Umwelt breiten sie sich umgehemmt aus.

Aber kaum jemand weiß, dass es auch unter Wasser ganz gewaltige Schädlinge gibt, die sich immer weiter ausbreiten. Die moderne Motorschifffahrt schleppt im Wasser der Ballasttanks Schwarzmeergrundeln zu uns ein. Von den großen Schiffahrtsströmen, etwa der Donau, wandern sie dann bis in die kleinen Flüsse hinauf. Ähnlich ist die Situation bei Rhein, Seine oder Themse, sogar in den großen amerikanischen Seen gibt es bereits Schäden durch Schwarzmeergrundeln.

Bis dato sind bei uns drei eingeschleppte Arten bekannt:

- die Kessler-Grundel, auch Großkopf-Grundel genannt
- die Nackthals-Grundel
- die Schwarzmund-Grundel

Das sind kleine barschähnliche Raubfische, kaum länger als ein Finger. Der Name „Grundel“ kommt von den Meergrundeln, diese Fische haben nichts mit unseren Gründlingsarten zu tun.  Bei den heimischen Gründlingen gibt es zum Beispiel einen Kessler-Gründling, auch Sandgressling genannt – ein seltener, streng geschützter kleiner Weißfisch.

Eine der Schwarzmeergrundeln, die als „Aliens“ unsere heimischen Fischarten zunehmend gefährden

Warum sind nun die oben angeführten drei Schwarzmeergrundelarten so schädlich?

Diese Fische betreiben Brutpflege. Die Männchen bewachen in Verstecken die Eier und die Jungen. Dadurch haben diese Fische eine extrem hohe Vermehrungsrate.

Die Donau und praktisch fast alle unsere Flüsse haben auf weiten Strecken Steinwurfufer. Dort verstecken sich die Schwarzmeergrundeln tagsüber, die Räuber können ihnen dorthin nicht folgen. In diesem Verstecken können diese Schädlinge ungestört ihre Jungen aufziehen. 

Bei Nacht ziehen die Grundeln auf die Schotterbänke hinaus, fressen Fischlaich, Fischbrütlinge und Jungfische und dezimieren so die Jungfischbestände.

Mittlerweile ist in vielen Gewässern der Bestand bereits so dicht, dass man in ½ Stunde 30 oder 40 dieser Fische fängt. Dafür nichts anderes mehr. Sind übrigens ausgezeichnete Speisefische. An der Schwarzmeerküste werden sie begeistert gegessen.

 

Was hilft?

Nur Räuber, die ihnen in den Steinwurf folgen können, könnten die Grundeln dezimieren; der Aal wäre da prädestiniert. Aber über die Nachteile eines massiven Aalbesatzes brauchen wir nicht zu diskutieren. Auch ein Aalrutten- oder Trüschenbesatz wäre eine gute Alternative, die die Bestände der Meergrundeln aber auch nur reduzieren kann, jedoch nicht wirklich in den Griff bekommt.

Vordringlich ist die Renaturierung unserer Gewässer. Die Steinwurfufer müssen abgerissen werden. Auf Sand- und Schotterbänken finden diese kleinen Räuber lange nicht so gute Deckung. Alle größeren Fische, auch Aitel und Barben, würden damit aufräumen. Daher müssen solche Projekte wie in der Wachau oder das flussbauliche Gesamtkonzept im Nationalpark Donauauen möglichst schnell überall durchgezogen werden.

Genauso wichtig ist, dass die Flussschifffahrt technische Möglichkeiten entwickelt, im Wasser der Ballasttanks keine Lebewesen mehr einzuschleppen. Das ÖKF als Vertreter der Europäischen Angler-Allianz EAA stellt diese Forderung schon sehr lange. Zum Beispiel in allen Arbeitsgruppen der Internationalen Kommission zum Schutz der Donau. Aber genauso z.B. in der Tagung „Wasserstraße Donau“ im Österreichischen Parlament. Abonnenten der ÖKF-Zeitschrift „Fisch & Gewässer“ werden laufend darüber informiert.  

Helmut Belanyecz

7. Februar 2012


Als Belohnung für alle, die bis zum Schluss gelesen haben:

Freikarten für die Messe

Bereits zum 24. Mail zieht es Fischer, Angler, Jäger und Outdoor-Fans  vom 23.-26.02.2012 nach Salzburg zur Messe „Die Hohe Jagd & Fischerei“.

 

Ein interessantes und umfangreiches Programm rund um die Fischerei – das ist der beste Köder für alle Petrijünger.

 

    Holen auch Sie sich Infos zu den neuesten Angeboten, Produkten und Trends im Fischereibereich. Mehr Informationen zum aktuellen Rahmenprogramm finden Sie unter www.fischereimesse.at.

 

    Holen auch Sie sich Freikarten für die „Hohe Jagd und Fischerei“. Wer zuerst anruft – geht gratis zur „Hohen Jagd“

Montag, der 13. Februar ist Ihr Glückstag! Die ersten 20, die unter der Nummer 01/8695300 anrufen...

 (... und durchkommen!) erhalten je 1 Freikarte. Wir bitten um Verständnis, dass dieses Angebot ausnahmslos nur ÖKFMitglieder zugute kommen kann.  

 

7. Februar 2012


 

20 Jahre Teichwirteausbildung im Waldviertel

TAG der TEICHWIRTSCHAFT

Die Berufsschule Edelhof, das Bundesamt für Wasserwirtschaft (Ökostation) und der Ökologische Verein Waldviertel feiern 20 Jahre Teichwirteausbildung im Waldviertel und laden am 27.1.2012 zum Tag der Teichwirtschaft nach Edelhof.

Hier ist die Original-Einladung

5.Jänner 2012